21. September 2014
War & Peace - Krieg & Frieden - jetzt in Stockholm und Oslo, nach Tokyo und Helsinki
Hartmut Haenchen stellte unter diesem Thema ein weltweites Projekt mit 20 Konzerten und 2 Opernpremieren zusammen. Aufführungen werden in Helsinki, Tokyo, Stockholm, Brüssel, Kopenhagen, Oslo, Genf, Madrid, Amsterdam, Toulouse, Bergen, Barcelona stattfinden. Erste Reaktionen: "Überzeugende Interpretationen" - "ging unter die Haut" - "an excellent rendition"

Nach den ersten fünf Programmen in Helsinki und Tokyo, Stockholm und Oslo kann man von einem großen Eindruck sprechen, den das Projekt macht.

Als podcast ist das SWR 2 Interview, welches Julia Neuwert mit Hartmut Haenchen über das Projekt War & Peace führte hier zu finden.

Interview im SWR 2, 15.02 Uhr hier


»Krieg & Frieden« // »War & Peace«

Hartmut Haenchen dirigiert 2014-2016
eine selbst konzipierte Konzertreihe quer durch Europa und Japan


»Der Krieg wird niemals zu Ende sein, solange noch eine Wunde blutet, die er geschlagen hat« (Heinrich Böll). Die meisten der im Europa des 20. Jahrhunderts geschlagenen Wunden sind mittlerweile vernarbt und so verblassen die Gräuel eines Krieges und seiner Folgen auf unserem seit über sechs Jahrzehnten befriedeten Kontinent zusehends. Hartmut Haenchen, 1943 in Dresden geboren, musste als Zweijähriger die völlige Zerstörung seiner Heimatstadt durch Bombenangriffe der Alliierten miterleben und wuchs in den Ruinen des einstigen Elbflorenz auf. Als Bürger der DDR war er Zeitzeuge des Kalten Kriegs und – als politischer wie künstlerischer Freigeist – bereits seit 1959 staatlichen Repressalien ausgesetzt, denen er sich erst 1986 durch eine ›freiwillige‹ Ausreise endgültig entziehen konnte. Krieg und Frieden haben die Biografie dieses vielfach ausgezeichneten Musikers maßgeblich geprägt – ein Themenkreis, dem er nun anlässlich der Kumulation zentraler historischer Stichtage 2014/15 einen eigenen Konzertzyklus widmet: Denn vor 100 Jahren brach der Erste, vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg aus und vor 25 Jahren konnte die deutsche Wiedervereinigung gefeiert werden. 2015 jährt sich darüber hinaus zum 70. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs.

Mit seinem Projekt War & Peace möchte Haenchen in Zeiten einer wachsenden Kriegsgefahr die Ohren öffnen für jene klaffenden Wunden, die Kriege schlagen. Dazu hat er Kompositionen zusammengestellt, die unter dem unmittelbaren Eindruck von Unfreiheit, Gewalt und Leid entstanden, und kombiniert diese mit klassischen Meisterwerken als Kontrapunkt eines gewaltfreien Lebensgefühls. Die zentrale Säule des War & Peace-Zyklus, der Mitte Mai in Helsinki – und damit sinnfällig am Ort der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) – gestartet wurde, bildet Dmitri Schostakowitschs Sinfonie Nr. 8: Komponiert in Haenchens Geburtsjahr 1943, zeichnet der Russe darin hochexpressive Bilder, um »die Erlebnisse des Volkes auszudrücken und die furchtbare Tragödie des Krieges« musikalisch zu vermitteln. Einen speziellen Zugang zu dieser sog. »Stalingrader Sinfonie« erarbeitete sich der Dirigent während seines Studiums bei Jewgenij Mrawinski, über den sich ihm Gelegenheit bot, zweimal mit Schostakowitsch selbst über dessen Achte zu sprechen, welcher sagte: »Das Werk spiegelt meine Gedanken und Gefühle, auch Seelenzustände, in Verbindung mit den freudigen Nachrichten über die ersten Siege der Roten Armee wider ... alles Dunkle und Schändliche wird vergehen, alles Schöne wird triumphieren.« Und tatsächlich endet die Sinfonie – ebenso wie Beethovens Fünfte, die Haenchen als Programmpendant beim War & Peace-Projekt gewählt hat – in C-Dur als der Tonart des Lichts … nur eben ganz anders, ohne jede Heroik oder Triumph.

Für die unterschiedlichen Programmblöcke der War & Peace-Konzertreihe, die in unterschiedlicher Gestalt und Zusammenstellung bis in das Jahr 2016 quer durch Europa und nach Japan u.a. in Tokyo, Stockholm, Oslo, Brüssel, Kopenhagen, Genf, Madrid, Amsterdam, Toulouse, Bergen und Barcelona zu erleben sein wird, hat der Dresdner weitere Kompositionen ins Repertoire genommen, die unter dem Eindruck von Gewalt und Tod zu Notenpapier gebracht wurden, so etwa Bohuslav Martinůs »Mahnmal für Lidice«, Karl Amadeus Hartmanns »Concerto funebre«, Arnold Schönbergs »Ein Überlebender aus Warschau«, Richard Strauss’ »Metamorphosen«, Wolfgang Amadeus »Requiem«, Johannes Brahms »Schicksalslied« oder Frank Martins Oratorium »In terra pax«. Nach zwei weiteren Programmen zu diesem Zyklus in Tokyo wird Hartmut Haenchen das Sumida Memorial Peace Concert in Tokyo zum Gedenken an die mehr als 80.000 Opfer, die dem Bombenhagel der Alliierten zum Opfer fielen, dirigieren.

Nach dem Opernprojekt »Iphigénie en Tauride« von Chr. W. Gluck am Grand Théâtre de Genève, welches die schrecklichen menschlichen Folgen der Kriege darstellt und zeigt, wohin religiöser Fanatismus führt, wird Hartmut Haenchen den zentralen Gegenentwurf zu Tyrannei und Unfreiheit in sein War & Peace-Projekt integrieren: Beethovens Oper »Fidelio«, die er im Mai und Juni 2015 am Teatro Real in Madrid dirigieren wird. »Beethoven ist der eigentliche Sänger der Freiheit, der größte, den die Nation gehabt … Keiner hat so wie er die Schrecken der Gefangenschaft, die düstere Bastille, die den Pariser mit unheimlicher Furcht erfüllte, in Tönen geschildert«, stellte bereits Mitte des 19. Jahrhunderts sein Biograf Ludwig Nohl fest. Und so ist es nur folgerichtig, dass Hartmut Haenchen in seinem War & Peace-Zyklus mit der Beethoven-Sinfonie Nr. 9 und ihrer »Ode an die Freude« 2015 den Tag der deutschen Einheit in Stockholm feiern wird – und das dann voller Jubel und Triumph.


english version: (also as pdf on the end of this page)

»War & Peace« // »Krieg & Frieden«

Hartmut Haenchen conducts a series of concerts based on his own concept throughout Europe and Japan in 2014 – 2016

“The war will never end as long as any wound that it has inflicted is still bleeding” (Heinrich Böll). Most of the wounds inflicted in Europe in the early 20th century are now scarred over, and the horrors of war and its consequences on our continent, which has now been at peace for more than six decades, are rapidly fading from memory. Hartmut Haenchen, born in Dresden in 1943, experienced the complete destruction of his native city in Allied air raids as a two-year-old, and grew up in the ruins of the former “Florence of the Elbe”. As an East German citizen, he was a witness of the Cold War and – as a political and artistic freethinker – he the victim of state reprisals as early as 1959. It was not until 1986 that he was able finally to escape these by “voluntarily” leaving the country. War and peace have profoundly shaped the life of this much-honoured musician – and he is now devoting a special series of concerts to this theme, inspired by the spate of historical anniversaries in 2014/15: the First World War broke out 100 years ago, the Second World War 75 years ago, and the unification of the two Germanies was celebrated 25 years ago. 2015 is also the 70th anniversary of the end of the Second World War.

With his project War & Peace, Haenchen would like to draw musical attention to the gaping wounds inflicted by wars, at a time when there is a growing danger of conflict. He has brought together compositions created under conditions directly marked by lack of liberty, violence and suffering, and contrasting them with classical masterpieces informed by a sense of peace. The central pillar of the War & Peace cycle, which was launched in mid-May in Helsinki – the venue for the Conference on Security and Cooperation in Europe (CSCE) – is Dmitri Shostakovich's Symphony no. 8. In this work, composed in 1943, the year of Haenchen's birth, the Russian composer uses highly expressive devices to “articulate the experience of the people and the terrible tragedy of war” in music. The conductor gained special insights into this so-called “Stalingrad Symphony” while studying with Yevgeny Mravinsky, who provided him with the opportunity of speaking twice with Shostakovich about the Eighth Symphony. Shostakovich said: “This work reflects my thoughts, feelings and mental states with regard to the happy news about the first victories of the Red Army … all the darkness and ignominy will pass, all that is beautiful will triumph.” And the symphony does indeed end – like Beethoven's Fifth, which Haenchen has chosen to pair it with in a programme of the War & Peace project – in C major the key of light … though it does so very differently, without any heroism or triumph.

Haenchen has taken other pieces that were written under the impression of violence and death into his repertoire for the various programmes of the War & Peace series of concerts, which, in various guises and combinations, can be heard into 2016 throughout Europe and Japan, including in Tokyo, Stockholm, Oslo, Brussels, Copenhagen, Madrid, Stuttgart, Amsterdam, Toulouse, Bergen and Barcelona. Works include Bohuslav Martinů's “Memorial to Lidice”, Karl Amadeus Hartmann's “Concerto funebre”, Arnold Schoenberg's “A Survivor from Warsaw”, Richard Strauss's “Metamorphosen”, Johannes Brahms “Schicksalslied”, Wolfgang Amadeus Mozarts “Requiem” and Frank Martin's oratorio “In terra pax”. After two other programs in this Cycle in Tokyo he is conducting the Sumida Memorial Peace Concert in Tokyo 2015 in honor of the victims of the bombing of Tokyo 70 years ago.

Hartmut Haenchen is integrating Beethoven's opera “Fidelio”, as a central embodiment of the struggle against tyranny and bondage, into his War & Peace project, conducting the opera in May and June 2015 at the Teatro Real in Madrid. “Beethoven is the real singer of freedom, the greatest the nation had … No one has musically depicted the horrors of imprisonment, the gloomy Bastille that filled the Parisians with incredible fear, as he has,” wrote Beethoven's biographer Ludwig Nohl right back in the mid-19th century. It is thus very appropriate that Hartmut Haenchen will celebrate the 2015 Day of German Unity in Stockholm with Beethoven's Symphony no. 9 and its “Ode to Joy” as part of his War & Peace cycle – and it will be a celebration and jubilation.

www.pluto.no, 21. September 2014

("Es klang toll" - "wie fast nie zuvor" - "so dicht" - "Beethoven eindrucksvoll gemeistert" )

... det låt flott i operaen. Orkesteret spilte som omtrent aldri før. ...
Det må absolutt skrives på pluss-siden at orkesteret under ledelse av Hartmut Haenchen, fikk Beethoven til å framstå så kompakt og tett. Sjebnemotivet bærer mye av denne symfonien og orkesteret mestret dette på imponerende vis. ...
Kjell Moe

Ganze Rezension hier

Rezensionen zum Projekt:

http://ameblo.jp/pianissimo-pianississimo, 21. Juli 2014

ヘンヒェンに感動!"Großartiger Haenchen"
休憩後のシューベルト「グレート」 。素晴らしい!"Amazing", "Großartig", ここ数年で聴いた実演の中では一番といっていいほど良かったです。"Das Beste, was ich in den letzten Jahren gehört habe!"

http://jomonjin.exblog.jp, 21. Juli 2014
なかなかの熱演だった。"Begeisternde Leistung", 根をつめた指揮だった "Ein Dirigent mit großem Wissen untiefen Wurzeln"
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http://maekitakaoru.blog100.fc2.com, 21. Juli 2014

率直で非常に力強い演奏でした。"Stark und durchsichtig"
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http://blog.livedoor.jp, 15. Juli 2014
... 充実した見事な演奏。- "atemberaubendes Konzert"
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http://ameblo.jp, 21. Juli 2014

非常に重い雰囲気の荘重な音楽だが、終結部の長調は安らぎを思わせるもの。 - Martinu ist eine majestätische Musik von schwerstem Ausdruck, daran erinnernd, dass wir für Frieden einstehen müssen
;
これがこの日の白眉であった。 - Schubert war der Höhepunkt des Abends;
ヘンヒェン、気に入ってしまった。 - Haenchen habe ich sehr bewundert
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http://vagaluna.cocolog-nifty.com, 21. Juli 2014

大成功 - Großer Erfolg
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http://takishin08301730.blog.fc2.com, 21. Juli 2014
... 最高のシューベルトをプレゼントしてくれました。- ... der beste Schubert, besser als mit den Wiener Philharmonikern
この指揮者で第九を聴きたいですね。- Nach diesem Schubert will ich diesen Dirigenten unbedingt wieder hören
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http://maekitakaoru.blog100.fc2.com, 20. Juli 2014

率直で非常に力強い演奏でした。- starke und durchsichtige Interpretation
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http://ameblo.jp/pianissimo-pianississimo, 18. Juli 2014

こちらも、マエストロの表現が素晴らしかった! - "Auch hier war die Interpretation des Maestro großartig"
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http://blog.goo.ne.jp, 17. Juli 2014

ハルトムート・ヘンヒェンは暗譜で指揮をするものの、演奏は譜面通りの模範的な演奏。- Beethovens 5. Sinfonie ist ein bekanntes Stück, aber unter Hartmut Haenchen wurde es meisterhaft gespielt. ...
... そして最後の第5楽章でのバスクラリネットなど管楽器のソロパートがどれも明晰にして情緒溢れる演奏で鳥肌ものだった。- Bein diesen starken Emotionen bekam man eine Gänsehaut. ... それにしても、この曲を聴いていると、戦争の悲惨さを痛感させてくれる。- Wenn man Schostakowitschs Musik hört, dann begreift man, was Krieg bedeutet.
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http://blog.goo.ne.jp, 16. Juli. 2014
プログラムがすごい。 "Programm ist groß und großartig" ... 第1楽章冒頭の例のテーマが、意気込んで、ガッツをこめて演奏された。" Das Thema der Schicksals-Sinfonie wurde mit großem Mut in einem schnellen Tempo perfekt gespielt" ... 細部でのこだわりもあるのだが、そこに過度に拘泥するのではなく、全体のなかに埋め込んでいく。- " Er hat aber auch ein großes Gefühl für die Details, die ins Ganze eingebettet sind" ... 美しく透明な音だった - "Es war ein wunderschöner klarer Klang"
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http://merrywillow.blog35.fc2.com, 15. Juli 2014
... 良く考えられたプログラムを、充実した演奏で聴いた定期演奏会、という感想でした。
- "Ein zutiefst wohlüberlegtes Programm"
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http://blog.goo.ne.jp, 11. Juli 2014

素晴らしい演奏であった。"Es war eine große Leistung"
ganze Rezension hier hier

http://dede.asablo.jp/blog, 9. Juli 2014

これからももっともっと聞きたい指揮者です。"er ist ein Dirigent, den man öfter in Zukunft hören will"
Ganze Rezension hier

http://blogs.yahoo.co.jp, 9. Juli 2014
素晴らしい演奏ですし Es ist eine große Leistung
hier

Die Eröffnung des Zyklus am Ort der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) wurde zum großen Erfolg:

www.resmusica.com, 20. Mai 2014

Beethoven’s Symphony No. 5 ..., how does one approach this well-worn score and still make it sound vital and fresh?

Based on this evening’s performance, Haenchen’s answer to this question appeared to be straightforward: let the music speak for itself. Play the music as Beethoven wrote it, play it well, make it move and flow, and stay out of the way. Conducting without a score, Haenchen’s interpretation was decidedly non-interventionist. This performance was characterized by tight ensemble, particular attention to dynamics and articulations, and flowing tempos. By ensuring that these fundamentals were firmly established, everything simply fell into place. This was an excellent rendition of a timeless classic....

Haenchen’s interpretation of the Shostakovich reminded me of one of the most memorable lines from Michael Tilson Thomas’ Keeping Score documentary series. While describing what goes wrong with many interpretations of Tchaikovsky’s oft-performed Symphony No. 4, Tilson Thomas said: « People just bash the hell out of it. » Perhaps Haenchen wanted to avoid the same mistake in the Shostakovich. ...
Ganze Rezension hier

Die führende Zeitung
Hufvudstadsbladet, schrieb am 16. Mai 2014

En nidbild av militarismen

HSO och Hartmut Haenchen gjorde en övertygande insats i tolkningen av Beethovens femte och Sjostakovitjs åttonde symfoni i veckan. ... Die ganze Rezension hier

Helsinki Sanomat, 16. Mai 2014

Beethoven loi 5. sinfoniallaan klassisen mallin sankarillisesta taistelusta ja uljaasta voitonfinaalista.
Dresdenissä syntynyt Hartmut Haenchen teki sinfonian parissa vankkaa työtä liioittelematta äänenvoimallisia tai tempollisia vaihdoksia. Näin syntyi vakuuttava ja ryhdikäs kokonaisuus. Tosin sellot ja kontrabassot eivät erottuneet riittävästi hitaan osan teeman koristellussa versiossa.
Šostakovitšin sinfoniaa on vaikea kuunnella "vain musiikkina", sillä sellaiseksi se on liian julistavaa ilmaisussaan – tarkoituksellisia banaliteetteja myöten.
Teoksen viisiosainen kaarros ulottuu sydäntä särkevistä huudoista ja "syvyydestä minä huudan" -valituksesta väkinäiseen ilonpitoon, groteskiin tanssiin ja marssiin, filosofiseen polyfoniaan ja päätöksen stoalaisesti pilkahtavaan optimismiin. Jalostiko kärsimys, jää itse kunkin vastattavaksi.
HKOn yksittäiset muusikot saivat loistaa runsaissa sooloissaan, ja Haenchen luotsasi teosta järkähtämättä, sen äärilaitoja ryskytellen, mutta yhtä lailla hellävaraisesti lyyrisissä jaksoissa.

www.amusa.fi, 18. Mai 2014

Helsingin Kaupunginorkesterin keskiviikkokonsertti oli kiintoisa: kaksi sinfoniaa c-mollissa, Ludvig van Beethovenin viides ja Dmitri Shostakovitshin kahdeksas.

Kapellimestari Hartmut Haenchen piti elegantisti hallussaan molempien sinfonioiden kokonaisuudet. HKO on ollut koko talven Beethoven-antelias ja viides sinfonia oli erinomainen jatke sarjalle. Haenchenin Beethoven nousi eetteriin kauniisti kiitävänä teoksena, jossa oli muutakin kuin kohtaloa. Dramaattinen sinfonia kääntyi lyyriseen tunnelmaan kapellimestarin käsissä. Toinen osa Andante con moto jäi mieleen erityisenä ehkä siksi, että moneen kertaan kuunneltu andante oli tässä versiossa täynnä sävyä ja pehmeyttä.

Hartmut Haenchen vältti makeilun vaarat ja tarkensi viidennen sinfonian teemastot kuulumaan sävykkäinä ja elävinä. Musiikkitalossa kuultiin tyylikäs viides.

Dmitri Shostakovitshin c-molliluomus oli illan toinen sinfonia. Jos ajatteli Beethovenia kuunnellessa, että sinfoniaillasta muodostuu miellyttävä ja lepuuttava konsertti, erehtyi. Shostakovitsh-maisemaan Haenchen kasvatti melkoisen tulkinnan, joka koetteli varmasti äänellisiä rajoja. Sodan tunnelmia satoi konserttisaliin ja tunnetusti Shostakovitsh osaa taidon tunkeutua musiikillaan kuulijan ihon alle.

Kapellimestari ja orkesteri olivat yhtä ja kahdeksas sinfonia pääsi puhuttelemaan voimallaan – orkesterin volyymeja ei säästetty.

Ehkä kuitenkin kiintoisin illan anti oli kahden mestarin kuuleminen peräkkäin ja samalla sävellajilla. C-mollit soivat muhkeina mestarien säveltäminä ja niin erilaisina. Hartmut Haenchen oli erinomainen tulkki tällä tiellä, sillä hänen tahtipuikkonsa löytää oikean tien kulkea. Illasta jäi tasapainoinen jälkikaiku huolimatta kahdesta hyvin erilaisesta c-mollista. Draamaa 1800-luvulta ja sotaa 1900-luvulta. Muistissa ovat.
Anja Kuoppa

Programme und Termine Juli 2014 – Februar 2016 // »War & Peace«-Projekt

15. Juli 2014 | Tokyo | Suntory Hall | 19.00 Uhr

Yomiuri Nippon Symphony Orchestra

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


20. Juli 2014 | Tokyo | Metropolitan Art Space | 19.00 Uhr

Yomiuri Nippon Symphony Orchestra
Paul Lewis (Klavier)

Bohuslav Martinů: Mahnmal für Lidice
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 9 C-Dur "Große"


11. September 2014 | Stockholm| Konserthuset | 19.30 Uhr // Gala-Konzert zur Saisons-Eröffnung

Royal Philharmonic Orchestra

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


13. September 2014 | Stockholm| Konserthuset | 15.30 Uhr

Royal Philharmonic Orchestra

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


20. September 2014 | Oslo | Den Norske Opera // Festliche Eröffnung der Konzertsaison

The Norwegian National Opera Orchestra

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


09. Oktober 2014 | Brüssel | Palais der schönen Künste | BOZAR | 20.00 Uhr

Orchestre Symphonique du Théâtre Royal de la Monnaie

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


28. November 2014 | Kopenhagen | Neues Opernhaus | 20.00 Uhr

Det Kongelige Kapel (The Royal Danish Orchestra / Königliches Orchester Kopenhagen)

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr 5 c-Moll
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


25. Januar 2015 | Genf | Grand Théâtre de Genève | 19.30 Uhr // PREMIERE

Christoph Willibald Gluck: Iphigénie en Tauride

Orchestre de la Suisse Romande
Chœur du grand Théâtre de Genève

Regie: Lukas Hemleb
Bühnenausstattung: Alexander Polzin
Kostüm: Andrea Schmidt-Futterer

Anna Caterina Antonacci Iphigénie
Bruno Taddia Oreste
Steve Davislim Pylade
Alexey Tikhomirov Thoas
Julienne Walker Diane
Michel de Souza Un Scythe

Weitere Termine:

27., 29., 31. Januar sowie 2., 4. Februar 2015 | Genf | Grand Théâtre de Genève | jeweils 19.30 Uhr

7. März 2015 | Tokyo | Sumida-Triphony-Hall | 19.00 Uhr // SUMIDA MEMORIAL PEACE CONCERT 2015

New Japan Philharmonic Orchestra; Ritsuyukai Choir (Einstudierung: Fumiaki Kuriyama),
Shigeko Hata (Sopran); Mariko Kobayashi (Mezzo); Hiroyuki Yoshida (Tenor); Katsunori Kono (Bass)

Wolfgang Amadeus Mozart: Kyrie d-Moll KV 341
Fünf Japanische Lieder arrangiert von Myoshi
Johannes Brahms: Schicksalslied
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem (Ergänzung: Hartmut Haenchen)

Zur Erinnerung an die über 80.000 Opfer, die der Bombenkrieg am 9./10. März 1945 in Tokyo, besonders im Stadtteil Sumida, vor 70 Jahren gefordert hat.


24. März 2015 | Madrid | Auditorio Nacional de Música | 19.30 Uhr

Orquesta Sinfónica de Madrid

Richard Strauss: Also sprach Zarathustra
Franz Schubert: Sinfonie C-Dur


27. Mai 2015 | Madrid | Teatro Real | 20.00 Uhr // PREMIERE

Ludwig van Beethoven: Fidelio

Weitere Termine: 30. Mai, 2., 5., 7., 11., 14., 17. April


27. September 2015 | Brüssel | Palais der schönen Künste | BOZAR | 20.00 Uhr

Orchestre Symphonique du Théâtre Royal de la Monnaie

Programm: wird bekanntgegeben

1. und 3. Oktober 2015 | Stockholm| Konserthuset | 19.00 Uhr

Royal Philharmonic Orchestra

Bohuslav Martinu: Lidice
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll


13. und 14 November 2015 | Valencia| Palau de la Música| 19.00 Uhr

Orquesta de Valencia

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 in c-Moll
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 in c-Moll (“Stalingrader”)


10. Januar 2016 | Köln| Philharmonie | 20.00 Uhr

Gürzenich Orchester

Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


19. Februar 2016 | Toulouse | Halle aux Grain | 20.00 Uhr

Bohuslav Martinu: Lidice
Karl Amadeus Hartmann: Concerto funebre (Isabelle van Keulen)
Richard Strauss: Alpensinfonie


20. und 21. März 2016 | Weimar | Weimarhalle | 20.00 Uhr

Staatskapelle Weimar

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 in c-Moll
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


21./22. und 24. Mai 2016 | Amsterdam | Concertgebouw | 20.15 Uhr

Nederlands Philharmonisch Orkest

Georg Friedrich Händel: Feuerwerksmusik (für den Aachener Frieden)
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


22. und 23. Oktober 2016 | Bergen| Grieg Hall | 19.00 Uhr

Bergen Philharmonic Orchestra

Ludwig van Beethoven: Missa solemnis


11./12. und 13. November 2016 | Barcelona | L'Auditori | 21.00 Uhr

Orquesta Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya

Ludwig van Beethoven: Missa solemnis


Weitere Termine werden jeweils acht Monate im Voraus auf der Website des Künstlers (www.haenchen.net) angekündigt.

Der Pressetext als pdf zum download
press release War&Peace, english version
Interview niederländisch/französisch zum Projekt W&P
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